Im Seminar „Anthropology of Food“ experimentierten Studierende mit EthnoGraphic-Novels, um zentrale Argumente und Inhalte der kulinarischen Ethnologie zu erfassen und zu reflektieren. Basierend auf der Seminarlektüre entwickelten die Studierenden in kollaborativer Arbeit und strukturierten Arbeitsprozessen (Storyboard, Layout, Reinzeichnung) so einseitige Comics, die ethnographische Inhalte kreativ umsetzten und kritisch hinterfragten.
Gesellschaftliche Rollenbilder waren und sind stark vom Geschlecht geprägt. Zugleich sind diese Rollenbilder nicht statisch, sondern wandeln sich. Anhand ausgewählter Bildbeispiele werden die Ausprägung und der Wandel von Geschlechterrollen seit dem 19. Jahrhunderts gezeigt und die Lebenswirklichkeiten, die sich daraus ergaben.
Das Lehrprojekt untersuchte, wie Kultur- und Identitätsvorstellungen im Japan vom späten Edo bis zur Meiji-Zeit im Kontext zunehmender globaler Kontakte formuliert wurden. Anhand von Primärtexten (u. a. Kokugaku und Mitogaku) und visuellen Medien analysierten Studierende ideengeschichtliche Debatten und präsentierten ihre Ergebnisse in thematischen Postern und einer gemeinsamen Symposiumspräsentation.