Die Lehrveranstaltung verknüpfte die Einführung in empirische Methoden der Religionsforschung mit deren eigenständiger Anwendung im Praxisfeld. Die Studierenden konzipierten und realisierten Forschungsprojekte, analysierten ihre Daten und präsentierten die Ergebnisse in verschiedenen Formaten. Dabei wurden Wissenschaftskommunikation, Reflexion methodischer Entscheidungen sowie der fachliche Austausch und kollaborative Lernprozesse gefördert.
Im Seminar „Anthropology of Food“ experimentierten Studierende mit EthnoGraphic-Novels, um zentrale Argumente und Inhalte der kulinarischen Ethnologie zu erfassen und zu reflektieren. Basierend auf der Seminarlektüre entwickelten die Studierenden in kollaborativer Arbeit und strukturierten Arbeitsprozessen (Storyboard, Layout, Reinzeichnung) so einseitige Comics, die ethnographische Inhalte kreativ umsetzten und kritisch hinterfragten.
Gesellschaftliche Rollenbilder waren und sind stark vom Geschlecht geprägt. Zugleich sind diese Rollenbilder nicht statisch, sondern wandeln sich. Anhand ausgewählter Bildbeispiele werden die Ausprägung und der Wandel von Geschlechterrollen seit dem 19. Jahrhunderts gezeigt und die Lebenswirklichkeiten, die sich daraus ergaben.
Im Seminar "Akteure und Institutionen auf dem Buchmarkt" entstand gemeinsam mit Studierenden der Podcast "Hinter den Seiten". In Workshops mit der Journalistin Christina Gehrlein entwickelten Studierende eigene Episoden zu Themen des Literaturbetriebs. Seit Mai erscheinen die professionell produzierten Folgen auf Spotify und machen studentische Forschung öffentlich sichtbar.
Das Lehrprojekt untersuchte, wie Kultur- und Identitätsvorstellungen im Japan vom späten Edo bis zur Meiji-Zeit im Kontext zunehmender globaler Kontakte formuliert wurden. Anhand von Primärtexten (u. a. Kokugaku und Mitogaku) und visuellen Medien analysierten Studierende ideengeschichtliche Debatten und präsentierten ihre Ergebnisse in thematischen Postern und einer gemeinsamen Symposiumspräsentation.
Im Lehrprojekt untersuchen wir, wie Bücher aufgrund ihrer Gestalt an der Konstruktion von Kulturen mitwirken. Ziel ist es zu erfahren, welche Anteil das Buch zu einem umfassenden Raum der Reflexion machen und wie dieser Raum aktiv genutzt werden kann. Das Lehrprojekt führt Theorie und Praxis am Beispiel des Buches zusammen.
Beschreibung des Seminars „Re: Feministische Filmkulturen“ (WiSe 25/26) Remake, Re(en)act und Resist: Das sind Prinzipien, die hinter zahlreichen feministischen Medienpraktiken stehen. Von Adaptionen alter Stoffe zu eigenwilliger Videokunst, von Frauenfilmfestivals zu aufmüpfigen Insta-Stories – feministische Filmkultur ist überall. Doch wie lassen sich diese zusammendenken? Anstatt feministische Kultur als feste Tradition oder identitätsstiftende Kategorie zu begreifen, gehen wir davon aus, dass sie sich vor allem im Reagieren bemerkbar macht!