Die Lehrveranstaltung verknüpfte die Einführung in empirische Methoden der Religionsforschung mit deren eigenständiger Anwendung im Praxisfeld. Die Studierenden konzipierten und realisierten Forschungsprojekte, analysierten ihre Daten und präsentierten die Ergebnisse in verschiedenen Formaten. Dabei wurden Wissenschaftskommunikation, Reflexion methodischer Entscheidungen sowie der fachliche Austausch und kollaborative Lernprozesse gefördert.
Ein konkreter „Forschungsauftrag“ zur Erschließung und Untersuchung der Magisterarbeiten-Bibliothek des Historischen Seminars gibt Studierenden an Material aus der eigenen Institutsgeschichte Gelegenheit zur Entwicklung eigener Forschungsansätze. Zugleich werden in der Lehrveranstaltung gezielt Peer-gesteuerte Formate erprobt und evaluiert, die expliziter Bestandteil neuer Studienordnungen (ab 2027) sind.
Das Lehrprojekt untersuchte, wie Kultur- und Identitätsvorstellungen im Japan vom späten Edo bis zur Meiji-Zeit im Kontext zunehmender globaler Kontakte formuliert wurden. Anhand von Primärtexten (u. a. Kokugaku und Mitogaku) und visuellen Medien analysierten Studierende ideengeschichtliche Debatten und präsentierten ihre Ergebnisse in thematischen Postern und einer gemeinsamen Symposiumspräsentation.
Im Rahmen dieses Seminars zu Sappho in der Weltliteratur wurden wissenschaftliche Poster erarbeitet und im Anschluss auf einem Symposium präsentiert. Das Seminar bestand aus zwei Teilen: einem gemeinsamen Lektüreprogramm und der selbstständigen Forschung zu einem Rezeptionsfall von Sappho in der Weltliteratur. Diese Poster wurden dann in einer Ausstellung einem erweiterten universitären Publikum zur Verfügung gestellt. Die Posterausstellung wurde von wissenschaftlichen Vorträgen und Einführungen in die Rezeptionsfälle begleitet. Inhaltlich haben sich die Poster vor allem auf das 20. und 21. Jahrhundert konzentriert und nachgezeichnet, wie Sappho in Indien, Argentinien, China und den Vereinigten Staaten gelesen und in den sozialen Medien referenziert wird.
In Projektseminar HEIMAT:COMIC:KULTUREN wurde die Frage untersucht wie Kulturen – kulturelle Identitäten und ihre Verortungen, kulturelle Konflikte und ihre Verhandlungen – im Medium Comic dar- und hergestellt werden bzw. wie das kulturelle Artefakt 'Comic' zur Dar- und Herstellung von Kultur(en) beiträgt.
Im Lehrprojekt untersuchen wir, wie Bücher aufgrund ihrer Gestalt an der Konstruktion von Kulturen mitwirken. Ziel ist es zu erfahren, welche Anteil das Buch zu einem umfassenden Raum der Reflexion machen und wie dieser Raum aktiv genutzt werden kann. Das Lehrprojekt führt Theorie und Praxis am Beispiel des Buches zusammen.