Die Lehrveranstaltung verknüpfte die Einführung in empirische Methoden der Religionsforschung mit deren eigenständiger Anwendung im Praxisfeld. Die Studierenden konzipierten und realisierten Forschungsprojekte, analysierten ihre Daten und präsentierten die Ergebnisse in verschiedenen Formaten. Dabei wurden Wissenschaftskommunikation, Reflexion methodischer Entscheidungen sowie der fachliche Austausch und kollaborative Lernprozesse gefördert.
Im Seminar „Anthropology of Food“ experimentierten Studierende mit EthnoGraphic-Novels, um zentrale Argumente und Inhalte der kulinarischen Ethnologie zu erfassen und zu reflektieren. Basierend auf der Seminarlektüre entwickelten die Studierenden in kollaborativer Arbeit und strukturierten Arbeitsprozessen (Storyboard, Layout, Reinzeichnung) so einseitige Comics, die ethnographische Inhalte kreativ umsetzten und kritisch hinterfragten.
Gesellschaftliche Rollenbilder waren und sind stark vom Geschlecht geprägt. Zugleich sind diese Rollenbilder nicht statisch, sondern wandeln sich. Anhand ausgewählter Bildbeispiele werden die Ausprägung und der Wandel von Geschlechterrollen seit dem 19. Jahrhunderts gezeigt und die Lebenswirklichkeiten, die sich daraus ergaben.
In Projektseminar HEIMAT:COMIC:KULTUREN wurde die Frage untersucht wie Kulturen – kulturelle Identitäten und ihre Verortungen, kulturelle Konflikte und ihre Verhandlungen – im Medium Comic dar- und hergestellt werden bzw. wie das kulturelle Artefakt 'Comic' zur Dar- und Herstellung von Kultur(en) beiträgt.
Im Lehrprojekt untersuchen wir, wie Bücher aufgrund ihrer Gestalt an der Konstruktion von Kulturen mitwirken. Ziel ist es zu erfahren, welche Anteil das Buch zu einem umfassenden Raum der Reflexion machen und wie dieser Raum aktiv genutzt werden kann. Das Lehrprojekt führt Theorie und Praxis am Beispiel des Buches zusammen.